Literaturempfehlungen
Im Tantra geht es nicht darum, etwas zu glauben, oder gar Zeit mit der Illusion zu verbringen, du könntest das, was du bist, intellektuell durchdringen oder verstehen. Man könnte sagen, je intensiver du glaubst, oder je mehr du irgendwelchen Konzepten anhaftest, desto mehr entfernst du dich von einem Verständnis dessen, was du bist.
Letztlich spielt es keine Rolle, wieviel und was wir gelesen (und meinten, verstanden) zu haben. Praxis, Motiv und innere Ausrichtung sind entscheidend. Das Wissen ist da, wenn es gebraucht wird. Die Kontemplation der Sicht, die Bewusstseinskultivierung oder die Entwicklung des reinen Motivs sind für die Entfaltung des Prozesses weitaus wichtiger, als Konzepte darüber.
Dennoch geht es im Tantra auch darum, den Geist in den Lehren zu "marinieren" bzw. zu "baden". Dies geschieht vor allem durch die Kontemplation und die Auseinandersetzung, das "Ringen" mit den Lehren. Es entstehen so Śuddhavikālpas, hilfreiche mentale Strukturen, die es uns erlauben, mehr und mehr in die nicht-diskursive Bewusstheit, die Bewusstheit vor, zwischen und hinter den Gedanken zu gelangen.
Ein Teil dieser "Arbeit" entsteht, bei dem/der Einen mehr und bei dem/der Anderen weniger, auch durch die intellektuelle Auseinandersetzung. Dies variiert, je nachdem, wie unser Geist gestrickt ist. Manche vermögen erst, sich weiter auf den Prozess einzulassen, wenn diese geistige Bedürfnislage ausreichend genährt wurde, andere wiederum können nicht viel damit anfangen und würden es als großes Hindernis betrachten, wäre es denn wichtig. So oder so: für die einen ist es wichtig, für die anderen nicht. Für den Erwachensprozess ist es nicht wirklich notwendig.
Du findest deshalb hier eine Auswahl an Literaturempfehlungen zum Thema. Schau selbst.

