Tantraseminare bei LebensArt Tantra

Tantraseminare - Ausdehnung von Frieden und Liebe in deine LebenswirklichkeitKaschmirisches Tantra und Tantra Yoga sind alte spirituelle Praktiken, deren shivaitische Wurzeln weit zurückreichen. Tantra wird verstanden als eine Lehre des "Ausdehnens", "Ausarbeitens", "Verfeinerns" und "Verwebens" von allem, was ist - mit allem, was ist. Also auch dich selbst zu dem, was du bist. Tantraseminare sind letztlich eine Meditation auf die Essenz unseres Seins und dienen dazu, diese Lebensweise in der alltäglichen Wirklichkeit zu verankern. Unsere Tantraseminare beruhen auf diesem nondualen Verständnis (Zur Begriffsdefinition s. auch Tantra-Philosophie).

Weil es hierüber in der öffentlichen Wahrnehmung immer wieder Missverständnisse gibt, sei auch dies gesagt: klassisches Tantra geht weit hinaus über Wohlfühlkonzepte, die Social Media, Qualitätsjournalismus oder die Internetrecherche darüber zumeist nahelegen: Eine Art Lifestyle-Wellness für eine verbesserte Sexualität oder auch die Tantramassage als eine Form der Erotik-Massage in sakrosanktem Design, die Sehnsüchte nach Nähe und Intimität bedient. Oder manchmal auch Tantraseminare als eine Flucht ins Spirituelle, um anstehenden inneren Prozessen aus dem Weg zu gehen ("spirituelles Bypassing"). 

Und all das geht aus unserer Sicht auch völlig in Ordnung, erscheint es doch zunächst eine sinnvolle Alternative dazu zu sein, sich im Miteinander andernfalls eine schlechte Zeit in einer Welt der Konkurrenz, des Überlebenskampfes, der Dummheit und des Wahnsinns zu machen. Zumindest, solange es zu funktionieren scheint.

Ein bekannter Dharmalehrer sagte mal, "Sexualität gehört zum Tantra, wie die Genitalien zum Körper". Dem ein oder anderen mag aufgefallen sein, daß da auch noch Ohren, Zähne, Knie und eine ganze Fülle an weiteren Körperteilen sind. Tatsächlich gehen wir am Kostbaren vorbei, wenn wir das Besondere suchen, z.b. das Besondere an sakralem Sex.

Also nochmal, einfach weil der Begriff "Tantra" im öffentlichen Diskurs völlig missverstanden wird: klassische Tantraseminare befassen sich nicht gar soviel mit Sex und sexueller Energie. Auch wenn es hierzu durchaus einige Praktiken gibt (z.B. Verse 68-70 im Vijñāna Bhairava Tantra, also insgesamt 3 Verse in einem tantrischen Grundlagentext, der aus 163 Versen besteht), wäre es wohl keinesfalls zutreffend zu behaupten, sexuelle Praktiken oder etwa die Transformation sexueller Energie seien das, womit Tantra sich vordringlich befasse.

Im Neotantra geht es hingegen vorzugsweise um Sex. Sex hat aus Sicht des klassischen Tantra in Bezug auf Spiritualität und Verwirklichung nicht eine herausragende Bedeutung, wie sie im Neotantra zumeist nahegelegt wird. Es gibt im Tantra viele Methoden, die dem Prozess des Erwachens dienen sollen, und nur wenige davon drehen sich um Sexualität und sexuelle Energie. Und auch wenn in Visualisationen von Matsyendranath (8. Jh) die Galaxis mitunter aus dem Orgasmus roter Göttinnen entsteht, bedeutet dies keineswegs, dass wir möglichst viel Sex miteinander haben müssen (damit werden vermutlich bei weitem nicht alle Missverständnisse zum Thema ausgeräumt sein ;).

 

Unsere Seminarangebote: Klassisches Tantra und Tantra Yoga

Klassisches bzw. kaschmirisches Tantra ist eine Lebensweise, die wir wählen, weil wir von einem wachen, lebendigen Interesse daran geleitet sind, die Wirklichkeit in, mit und um uns zu erfahren und die uns daran erinnert, was wir sind, jenseits aller Konzepte darüber. Wir benötigen dazu nicht unbedingt irgendwelche Hilfsmittel, wie zum Beispiel Tantraseminare. Zumindest nicht zwingend. Dieses starke Interesse in Verbindung damit, bereit zu sein, allem zu begegnen, was in und um uns wirklich ist, kann durchaus völlig ausreichen. 

Oft stellen wir jedoch fest, dass unsere inneren Hindernisse, wie z.B. unsere Ängste, tiefen Konditionierungen und Denk- oder Erlebensgewohnheiten es uns scheinbar unmöglich machen, uns allein aus eigener Kraft auf das Wesentliche auszurichten.

Tantraseminare und Tantra Yoga dienen dazu, eine innere Haltung zu kultivieren, die von Hingabe an die Wirklichkeit und von wacher Präsenz geprägt ist. Diese Ausrichtung dient allein dem Gewahrsein dessen, was wir sind. Tantra hält nichts von der Option, sich in Komfortzonen zu flüchten und dieses Gewahrsein aufzuschieben, Gefühle zu vermeiden oder sich in Ablenkungen zu flüchten, um etwa einer unliebsamen Wirklichkeit aus dem Weg zu gehen. Denn dieses Leben und die Wirklichkeit finden genau jetzt statt. Es gibt sonst nichts von Bedeutung.

Dabei ist diese Haltung gleichermaßen liebevoll, wie auf Dauer auch schonungslos aufdeckend gegenüber allen unbefriedigenden Kompromissen, in denen wir uns etwas vormachen, an Vorstellungen festhalten und anstehende Schritte vermeiden, anstatt Verantwortung für unser Dasein zu übernehmen. Genau genommen, geht es dabei am Ende jedoch nur darum, alte Geschichten beiseite zu legen, die wir für die Wirklichkeit gehalten hatten.

Tantraseminare bieten das ideale Erfahrungsfeld, genau dies zu erleben und zu erforschen.

Tantra Yoga dient einer Ausrichtung unserer selbst, die den von Buddha betonten Erwachensfaktoren (Achtsamkeit, Ergründen/Erforschen, Energie, Freude, Ruhe, Sammlung und Gleichmut) auf ganz natürliche Weise Rechnung trägt. Anders jedoch, als die meisten buddhistischen Traditionen, die eine Hoffnung darin setzen, irgendwann das Begehren zu überwinden, weil es nur Schwierigkeiten macht und Leiden hervorbringt, betrachtet Tantra das Begehren als eine absolute Daseinsqualität ("Die Welt entsteht aus dem Begehren", so Paul Köppler, ein buddhistischer Dharmalehrer). Der Tantriker erkennt früher oder später, dass nicht das Begehren das Problem ist. Es ist vielmehr das Greifen nach den Dingen, das "Festhalten", welches Leiden hervorbringt. Denn wir können nicht nach dem greifen, was wir selbst sind, ohne dabei sehr irritierende Erfahrungen zu machen. Ausdehnung lautet vielmehr die Alternative, wenn wir erkennen, dass das, woran wir festhalten, uns nicht trägt. Insofern ist Tantra manchmal auch ein Weg der Desillusionierungen über vielleicht liebgewonnene "Gewissheiten" über das, was uns Glück und Fülle bringen soll. Im Tantra geht es um die Verwirklichung der verkörperten Bewusstheit (Jīvanmukti).

 

Tantraseminare - Abendgruppe, Lasya Tandava & kaschmirische Massage

Vor allem aber sind Tantraseminare ein Erlebnisraum, in dem Menschen sich begegnen, die ein vitales Interesses daran verbindet, hinter die Kulissen der bisherigen Selbstkonzepte und Illusionen zu schauen. Und um im Miteinander tiefe Verbundenheit zu spüren, in der Begegnung mit dem Anderen sich letztlich selbst zu begegnen und in voller Eigenverantwortlichkeit den eigenen Platz in der Welt einzunehmen! Hierzu findest du eine Auswahl an Tantrakursen, die du hier buchen kannst, von der Selbsterfahrung und Begegnung in der Abendgruppe, Tantra Yoga-Übungen aus dem klassischen Tantra, dem "Yoga der Gefühle" (Tandava) bis hin zum "Yoga der Berührung" (kaschmirische Massage) oder auch Angeboten zur Vertiefung deiner Paarbeziehung.

Tantra ist eine Lebensart, die unser Leben transformiert und uns darin unterstützt, unser Licht zum Leuchten zu bringen.

 

-> Mehr zur Philosophie des Tantra

Dirk Schirok